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Markt 25

Tag der Architektur

Wochenspiegel Wittenberg am 20.06.2018

In Wittenberg stehen fünf gelungene Beispiele guter Alltagsarchitektur offen

Traditionell steht das letzte Wochenende im Juni im Zeichen der Baukultur.

Wittenberg aw). „Architektur bleibt“ – unter diesem Motto findet in diesem Jahr bundesweit der Tag der Architektur am 23. Juni und 24.Juni statt. Das Programm für Sachsen- Anhalt ist abwechslungsreich und ein Leckerbissen für alle, die an alter und neuer Architektur Interesse haben. Dem Motto entsprechend liegt der Schwerpunkt auf dem Bauen im Erbe. Es geht um den Erhalt von Mittelalterlichem ebenso wie um das Weiterbauen von Industriebaukultur, an in die Jahre gekommenen Parks oder die Umgestaltung
von Plattenbauten. Ob in Schierke, Wernigerode, Osterwieck oder im Kloster Michaelstein, in Burg, Loburg, der Hansestadt Stendal, Magdeburg, Halle, Dessau- Roßlau, Zörbig, Leuna, Merseburg oder der Lutherstadt Wittenberg – überall warten Architekten, Landschaftsarchitekten und Bauherren auf Besucher und ihre Fragen. Eine komplette Übersicht ist im Internet unter www.ak-lsa.de abrufbar. Über die App zum „Tag der Architektur“ gelangt man zum bundesweiten Angebot.

5 Projekte präsentiert die Lutherstadt

1. Das „futurea Science Center“, das Wissenschaftszentrum von SKW am Markt gelegen, zeigt eine interaktive Ausstellung rund um chemisches Wissen in einem sanierten Bürgerhaus aus der Renaissance.Ein Rundgang führt den Besucher über die verschiedenen Etagen durch die Zeitepochen. Eine Glastreppe verbindet alle Geschosse. Besichtigungen von 10 bis 18 Uhr. Führungen sind am Samstag um 11, 13 und 15 Uhr, um Anmeldung wird unter info@futurea.de gebeten. 2. Mit Blick auf das 500.Reformationsjubiläum gelang es, das Wittenberger Schlossensemble mit neuem Leben zu füllen. Nach dem Umbau und Sanierungsprozess befindet sich im 2. Stock des Schlosswestflügels heute die Reformationsgeschichtliche Forschungsbibliothek. Das 1. Geschoss beherbergt die wertvollen Bestände vom Evangelischen Predigerseminar und der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, die hier zusammengefunden haben. Eine Führung findet am Sonntag um 15.30 Uhr statt, Treffpunkt ist das Besucherzentrum. 3. Die Führung durch das Evangelische Predigerseminar schließt sich an die Führung durch die Forschungsbibliothek an. Die Architekten setzten die Idee von einem klösterlichen Garten um. Großflächig verglaste Räume für Zusammenkunft und Einkehrwechseln mit begrünten Innenhöfen. Sehenswert ist die Winterkirche. 4. Besichtigungen im Lutherhaus/ Augusteum und auf dem Lutherhof sind ganztägig möglich. Eine Führung gibt es am Sonntag um 13.30 Uhr. Der „Lutherhof“ zeigt sich heute als grüne Oase. Neu gestaltet ist der Bereich um die Bronzeplastik der Katharina von Bora. 5. Bei freien Eintritt kann die Ausstellung „Bauen für Luther 1998–2018“ im Augusteum von 9 bis 18 Uhr besichtigt werden. Die Sonderausstellung gewährt erstmals Einblicke in das jüngste Geschichtskapitel der Reformationsmuseen in den Lutherstädten Wittenberg, Eisleben und Mansfeld – auch im Hinblick auf das internationale Bauhaus-Jubiläum 2019.

Hintergrund

Im Jahr 1996 beteiligte sich die Architektenkammer Sachsen-Anhalt zum ersten Mal am bundesweiten „Tag der Architektur“. War man damals mit sechs Gebäuden gestartet, die zu besichtigen waren, hat sich das Architekturwochenende inzwischen etabliert. Insgesamt standen – die Objekte dieses Jahres eingeschlossen– fast 700 Gebäude, Freianlagen, aber auch Baustellen für neugierige Blicke offen. Architekten und Bauherren gaben Antwort auf Fragen der Besucher, ob zu Kosten, Energieeffizienz, Bauzeit, Materialien oder Ästhetik. Vermittelt wird zudem, wie Architekten arbeiten und warum Baukultur ein hohes Gut unserer Gesellschaft ist. In Sachsen-Anhalt ist der „Tag der Architektur“ Bestandteil der Landesinitiative