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Ärztehaus an der Christuskirche nimmt pünktlich seinen Betrieb auf

Ärztehaus an der Christuskirche

Mitteldeutsche Zeitung vom 27.06.2014

VON STEFANIE HOMMERS
WITTENBERG/MZ – Man nehme: eine unternehmerisch denkende Wohnungsbaugesellschaft, leistungsstarke Firmen aus der Region, eine engagierte Verwaltung, 800 Kubikmeter Beton, 112 Fenster, 113 Türen und 2,8 Millionen Euro, fertig ist das Ärztehaus. Das Rezept, das Bauleiter Christian Meier von der Firma bc-Architekten am Donnerstagnachmittag bei der Einweihung des Ärztehauses an der Christuskirche zum Besten gab, klingt unkompliziert. Dass der Neubau in der Erich-Weinert-Straße, für den die Wohnungsbaugenossenschaft WBG das Grundstück zur Verfügung stellte, termingerecht und vor allem unter Einhaltung des vorgegebenen Budgets das Licht der Welt erblickte, ist indes beileibe keine Selbstverständlichkeit. „Eine Punktlandung“ nennt denn auch Rando Gießmann, Geschäftsführer der kommunalen Wigewe Gesellschaft für Wohneigentum so erfreut, wie erleichtert das Ergebnis. Auf vier Etagen und einer Fläche von 1 700 Quadratmeter finden die Einwohner von Wittenberg West und Piesteritz nach langer Planungsphase und kurzer Bauzeit nun ein respektables Paket rund um die gesundheitliche Versorgung mit Allgemeinmedizinern, Fachärzten, Physiotherapie, Krankenpflege und Apotheke – ein Friseursalon ergänzt das Angebot. Es ist dies der erste Neubau, der unter der Regie der Wigewe entstand – und auch, dass eine Wohnungsbaugesellschaft ein Ärztehaus betreibt, ist ein Novum. Geschäftsführer Gießmann sieht das Engagement indes als einen „wichtigen Baustein für die Quartiersentwicklung“ in der Stadt. Solche infrastrukturellen Maßnahmen würden in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen, ist er sich mit Oberbürgermeister Eckhard Naumann (SPD) einig, der den Neubau als einen „Ausdruck aktiver Stadtentwicklung“ wertet und sich freut, dass nicht allein in der Innenstadt Wittenbergs Bauvorhaben verwirklicht werden. „Stadtentwicklung sei schließlich mehr, als die Kirchtürme im Zentrum zu verhüllen. Zusammen mit (Christus-) Kirche und Kindergarten, Einkaufsmöglichkeiten sowie dem Nachbarschaftstreff in unmittelbarer Nähe böte es den Stadtteilen gute Perspektiven. Zudem könne das Ärztehaus dazu beitragen, die durch den Bach an der Pappelbrücke getrennten Quartiere Wittenberg West und Piesteritz stärker miteinander zu vernetzen. Die Voraussetzung dafür sei Kooperation: „Gutes Miteinander bringt gute Frucht“, so das Stadtoberhaupt. Der Neubau, der das vormalige Piesteritzer Ärztehaus ersetzt, nimmt zum 1. Juli offiziell seinen Betrieb auf – auch mit Medizinern, die schon am alten Standort tätig waren. Selbst Menschen, die sich bester Gesundheit erfreuen, sind am Dienstag willkommen, denn zum Startschuss gibt es einen Tag der offenen Tür für alle Interessierten.